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Neuer Antrieb für ein Leben als Landwirtin

Eine Frau fährt mit einem Traktor.
Die Landwirtin hat Freude bei der Arbeit auf dem Feld.

Neuer Antrieb für ein Leben als Landwirtin

Ich heiße Valbona. Ich bin Milchbäuerin. Ich bin verheiratet und Mutter von vier Kindern. Mit meiner Familie lebe ich in Komoran, einem Dorf in Kosovo. Bevor wir nach Deutschland auswanderten, hielten wir Vieh. Wir hatten sechs bis sieben Schlachtrinder und produzierten 700 Kilo Fleisch im Jahr. Doch wir hatten Probleme, den Betrieb zu halten. Uns fehlten Landmaschinen, um genügend Futter für die Rinder zu produzieren. Wir mussten einsehen, dass wir es nicht schafften. So entschieden wir uns, nach Deutschland zu gehen in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Mein Mann hatte schon einmal 15 Jahre in Deutschland gelebt. Als wir nun nach Deutschland kamen, dachten wir, er könnte da weitermachen, wo er aufgehört hatte. Aber das war nicht so. Ich wurde von meinem Mann getrennt und immer wieder in anderen Heimen untergebracht. Das war keine schöne Erfahrung. Schließlich ging ich zurück, mein Mann blieb weitere zwei Jahre. Hätte ich gewusst, dass es so läuft, wäre ich nie fortgegangen.

Eine Frau arbeitet in einem Kuhstall.
Valbona bei der Arbeit in ihrem Kuhstall.

Dringend benötigte Maschinen

In Kosovo mussten wir von vorn beginnen. Ich nahm dabei keinerlei staatliche Unterstützung in Anspruch – auch, weil ich nichts von möglichen Hilfen wusste. Aus eigener Kraft fing ich wieder mit der Viehhaltung an: mit vier Schlachtrindern und zwei Milchkühen. Wir bauten auch ein neues Haus. Doch ohne Maschinen war die Lage immer noch schlecht.

Es war ein großes Glück, dass ich mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und der Initiative für landwirtschaftliche Entwicklung in Kosovo (IADK) in Kontakt kam. So erhielt ich die Möglichkeit, einen Traktor, einen Mähdrescher, eine Melkmaschine und weitere Landmaschinen anzuschaffen. Das erleichtert die Arbeit natürlich sehr. In Fortbildungen lernte ich zudem, wie ich das meiste aus meinem Land herausholen kann und genügend Futter für die Tiere produziere.

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Meine Arbeit ist anstrengend, aber sie gibt mir sehr viel. Ich bin den ganzen Tag draußen und habe meine Kinder um mich herum. Ich versorge sie mit gutem, natürlichem Essen und kann sie zur Schule schicken.

Stand: 07/2021

Die hier beschriebenen Möglichkeiten der Beratung und Unterstützung werden angeboten im Rahmen von „Perspektive Heimat“.

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Meine Arbeit ist anstrengend, aber sie gibt mir sehr viel.
Valbona