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Meine Erfahrungen aus Deutschland in Irak einbringen

Ein Mann blickt in die Kamera.
Froh, wieder zu Hause zu sein: Taif.

Meine Erfahrungen aus Deutschland in Irak einbringen

Ich heiße Taif. Ich bin 35 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Söhne. Ich wollte für meine Familie ein Leben in Sicherheit und mit beruflichen Perspektiven in Deutschland aufbauen. Aber wir bekamen keine Aufenthaltsgenehmigung. Zurück in Irak haben wir gefunden, wonach wir suchten. Mit etwas Starthilfe konnte ich eine Autoschmiedewerkstatt eröffnen.

Bevor wir nach Deutschland auswanderten, verdiente ich Geld als Tagelöhner auf Baustellen. Ich half als Schweißer beim Verlegen von Rohr- und Elektroleitungen aus. 2015 verschlechterte sich die Sicherheitslage in Irak und wir gingen nach Deutschland.

Ein Mann steht in einer Werkstatt und arbeitet mit einem Schweißgerät.
Taif bei der Arbeit in seiner Werkstatt.

Beratung durch das GMAC

Mein Traum, dort eine gute Arbeit zu finden, Geld zu verdienen und uns ein schönes Leben zu ermöglichen, erfüllte sich leider nicht. Nachdem ich meine Eignung im Schmiedehandwerk mit einem dreimonatigen Kurs nachgewiesen hatte, arbeitete ich eine Weile in einer Fabrik. Doch die Bürokratie und die Sprachbarriere waren ermüdend. Als wir keine Aufenthaltserlaubnis bekamen, entschieden wir uns zur Rückkehr.

Wir wandten uns an die deutschen Behörden. Sie organisierten die Rückkehr für uns. Zudem informierten sie uns über Organisationen in Irak, die Rückkehrenden Unterstützung anbieten. Zurück in Irak hatte ich kaum Geld und wusste nicht, wo ich anfangen sollte, unser Leben neu zu organisieren. Eineinhalb Jahre nach der Rückkehr kontaktierte ich das Deutsche Zentrum für Jobs, Migration und Reintegration (GMAC), wie man es uns in Deutschland empfohlen hatte.

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Unterstützung bei der Existenzgründung

Das GMAC beriet mich zu verschiedenen Angeboten, basierend auf der Einschätzung des Teams und meinen Fähigkeiten. Zudem vermittelte mich das Zentrum an die Internationale Organisation für Migration (IOM). Ich erhielt die Beratung und Unterstützung, die ich brauchte, um meine Werkstatt zu eröffnen.

Seitdem hat sich mein Leben verändert: Es geht uns besser, sowohl persönlich als auch beruflich. Ich bin froh, wieder zu Hause zu sein – in meinem Land, bei meiner Familie. Hier mache ich meinen Traum wahr und bin damit erfolgreich. Die praktischen und sprachlichen Erfahrungen, die wir in Deutschland gesammelt haben, bringen wir in unserer Heimat ein. Auch meine Frau kann sich beruflich verwirklichen. Sie hat in Irak ihr Jurastudium wieder aufgenommen und abgeschlossen. Nun arbeitet sie als Anwältin.

Stand: 03/2021

Die hier beschriebenen Möglichkeiten der Beratung und Unterstützung werden angeboten im Rahmen von „Perspektive Heimat“.

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Das Leben meiner Familie hat sich verändert: Es geht uns besser, sowohl persönlich als auch beruflich.
Taif