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Start-ups fit für die Zukunft machen

Eine Frau steht in einem Flur vor zwei geöffneten Türen und hält gemeinsam mit einem Mann einen verpackten Luftfilter in die Kamera. In den Räumen hinter ihr befinden sich bunte Geräte, beispielsweise ein Trampolin und Sitzbälle.
Kinder-Physiotherapeutin und Teilnehmerin Jelena in ihrer Praxis.

Start-ups fit für die Zukunft machen

Für Start-ups gibt es viele Hürden. Oft ist es eine Herausforderung, einen Businessplan zu erstellen, Marketing zu betreiben oder mit Geschäftspartnern und -partnerinnen sowie Kundinnen und Kunden zu kommunizieren.

In Serbien können junge Unternehmen daher Unterstützung erhalten: Das Deutsche Informationszentrum für Migration, Ausbildung und Karriere (DIMAK) und Partnerorganisationen des DIMAK unterstützen die Start-ups.

Klein- und Kleinstunternehmen stärken

Das DIMAK unterstützt junge Klein- und Kleinstunternehmen, die von Rückkehrerinnen und Rückkehrern, potenziellen Migrantinnen und Migranten sowie anderen von Armut gefährdeten Gruppen gegründet wurden. Diese Menschen sind stark von der schwierigen Wirtschaftslage in Serbien und von der Covid-19-Pandemie betroffen.

Die unterstützten Start-ups sind beispielsweise im Landwirtschafts-, Handwerks- oder Dienstleistungssektor tätig. Seit Beginn des Programms Anfang 2021 wurden 60 Klein- und Kleinstunternehmen dafür ausgewählt. Von ihnen haben 45 das Programm bereits erfolgreich abgeschlossen. Der DIMAK-Partner „Help“, eine Nichtregierungsorganisation, hat zuvor viele dieser Start-ups bei der Unternehmensgründung unterstützt. „Help“ bietet Menschen aus Randgruppen sozioökonomische Unterstützung und fördert Kleinstunternehmen und Start-ups.

Die Covid-19-Pandemie und die für Klein- und Kleinstunternehmen schwierige Wirtschaftslage in Serbien waren auch für viele Start-ups herausfordernd. Vor der Schulung hatten die meisten Unternehmerinnen und Unternehmer Schwierigkeiten, ihr Geschäft und einen regulären Betrieb aufrechtzuerhalten. Daher erhielten die Teilnehmenden des Programms im Sommer 2021 ein „Covid-Paket“ vom DIMAK, damit sie ihre Tätigkeiten trotz der Pandemie fortsetzen konnten. Das Paket enthielt unter anderem Luftfilter, Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung.

Maßgeschneidert beraten

Das Programm umfasst fünf Module, in denen die Teilnehmenden ihr Wissen darüber ausbauen, wie man ein Unternehmen führt. Behandelt werden die Themen Unternehmertum, E-Business, Marketing, Geschäftskommunikation und -kultur sowie Innovation.

Zudem werden die Teilnehmenden individuell von Mentorinnen und Mentoren betreut. So entwickeln sie gemeinsam neue Geschäftsideen. „Mein Team und ich nutzen jede Möglichkeit, um neue Fähigkeiten zu erlernen“, sagt Physiotherapeut Milan, einer der Teilnehmer. Die Arbeit mit seinem Mentor habe ihm geholfen, besser einschätzen zu können, wie er derzeit auf dem Markt positioniert ist und sein Marketing zu verbessern.

„Das Hauptziel dieser Initiative war eine maßgeschneiderte Betreuung, daher war die Unterstützung je nach Art des Unternehmens auf unterschiedliche Weise wertvoll“, sagt Valentina Djureta, Projektmanagerin beim DIMAK. Damit Beratung und Mentoring individuell auf die Unternehmerinnen und Unternehmer zugeschnitten sind, arbeitet das DIMAK mit erfahrenen Dienstleisterinnen und Dienstleistern. Die Beratung findet live vor Ort oder online statt und es gibt sowohl Gruppen- als auch Einzelbetreuung.

Eine Frau steht zwischen Himbeersträuchern und lächelt in die Kamera.
Teilnehmerin Milica erntet Himbeeren auf ihrem Landwirtschaftsbetrieb.

Fit für die Zukunft

Die Beispiele einiger Teilnehmender zeigen, was die Unterstützung bewirkt. Milica, eine der Teilnehmerinnen, hat zum Beispiel ein Training zur Geschäftsentwicklung absolviert. Sie führt einen Landwirtschaftsbetrieb und verkauft Himbeeren. Um ihren Betrieb weiterzuentwickeln, möchte sie sich nun weiterbilden und einen Buchhaltungskurs besuchen, der vom DIMAK organisiert wird.

Das Mentoring zur Geschäftsentwicklung hat der Kinder-Physiotherapeutin Jelena aufgezeigt, was sie tun kann, um die Arbeit in ihrer Praxis zu verbessern. Sie möchte sich künftig vor allem auf das Therapieren von Kindern mit Autismus konzentrieren.

Die Teilnehmerin Jasmina konnte dank der Unterstützung von DIMAK und „Help“ in dem Obstbaubetrieb, den sie gemeinsam mit ihrem Mann betreibt, positive Veränderungen bewirken. Sie schafften neue Maschinen an, die die Arbeit erleichtern. Ihr Mann übernahm außerdem Aufträge von anderen Bäuerinnen und Bauern und verdiente so zusätzlich Geld. Jasmina hofft, mit einem vom DIMAK angebotenen IT-Training leichter einen zusätzlichen Arbeitsplatz außerhalb des Betriebs zu finden.

Eine Frau steht zwischen Himbeersträuchern und legt Himbeeren in ein Behältnis in ihrer Hand.
Teilnehmerin Jasmina auf ihrem Obstbaubetrieb.

„Am Ende des Projekts haben die Teilnehmenden einen ‚Geschäftsplan‘ erhalten, also Empfehlungen, die sich direkt auf ihr Unternehmen bezogen“, erklärt DIMAK-Projektmanagerin Valentina Djureta. „Dieser enthielt Einzelheiten darüber, wie sie in Zukunft vorgehen und geschäftliche Herausforderungen bewältigen können. Dazu gehört auch, wie sie Unterstützung beantragen können, wie sie sich in Clustern organisieren können, wie sie ihre Marketingpläne verbessern und neue Kundinnen und Kunden ansprechen können“, fügt sie hinzu.

Es ist seine Zielgruppe, die das Projekt besonders auszeichnet: „Es handelt sich meist um Klein- und Kleinstunternehmen. Die Unterstützung ist sehr wertvoll, da diese Unternehmen nicht oft die Möglichkeit haben, persönliche Beratung zu erhalten und Angebote, die speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind“, sagt Valentina Djureta.

Stand: 12/2021
 

Lesen Sie hier mehr über die Unterstützung, die Milan vom DIMAK erhielt: >
Das Hauptziel dieser Initiative war eine maßgeschneiderte Betreuung, daher war die Unterstützung je nach Art des Unternehmens auf unterschiedliche Weise wertvoll.
Valentina Djureta, Projektmanagerin beim DIMAK

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