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Naturkosmetik ist meine Berufung

Eine Frau im weißen Kittel und mit Hidschab hält einen Korb mit verschiedenen Kosmetika in die Kamera.
Karima will ihre eigene Marke entwickeln und ein Ladengeschäft eröffnen.

Naturkosmetik ist meine Berufung

Mein Name ist Karima und ich bin 47 Jahre alt. Nach 10 Jahren im Ausland lebe ich jetzt in Fès. Dort habe ich eine Firma für Naturkosmetik gegründet. Ich stelle die Kosmetika selbst her und stecke viel Liebe hinein. Ich wähle die Rohstoffe sorgfältig aus. Ich will Ergebnisse erzielen, die mich zufrieden stellen.

2006 verließ ich Marokko, um mich mit meinem Mann zunächst in Tunesien niederzulassen. Er stammt von dort. Jahre später zogen wir nach Frankreich. Dort arbeitete ich in der Leitung eines Lebensmittelmarktes. Doch dann starb mein Mann. So war ich auf mich allein gestellt. Deshalb beschloss ich 2016, nach Marokko zurückzukehren.

Es war nicht leicht, mich in Marokko zu integrieren, vor allem nach dem Verlust meines Mannes. Und auch mein Vater war inzwischen gestorben. Schließlich besuchte ich in einer Kooperative Kurse. Dort lernte ich, Naturkosmetika herzustellen. Das ist meine Berufung.
 

Anfang in der eigenen Küche


Ich begann Deodorants, Zahnpasta, Lotionen, Tonmasken und Lippenstifte herzustellen. Am Anfang hatte ich nicht die nötigen Maschinen. Also benutzte ich Utensilien in meiner Küche. Ich achtete dabei sehr auf Hygiene. Nach einer Weile stellte mir die nichtstaatliche Organisation „Union des Associations de Fès Médina“ (Union) Räume für meine Firma zur Verfügung. 

2020 erfuhr ich durch den Präsidenten der Union von dem Deutsch-Marokkanischen Informationszentrum für Migration und berufliche Eingliederung (EIMA). Dort habe ich mich für berufliche Kurse angemeldet, die vom EIMA und einem ihrer Partner organisiert wurden. Wegen der Pandemie habe ich die Kurse digital besucht. Die Kurse brachten mir positive Veränderung für meine berufliche Laufbahn und für die Art und Weise, wie ich mein Projekt verwalte und entwickle.

Verkauf über soziale Netzwerke

Im November desselben Jahres konnte ich mit Unterstützung des EIMA Maschinen für meinen Produktionsprozess anschaffen. So kann ich die Produkte schnell und effizient herstellen und eine gute Qualität beibehalten. Das war ein großer Schritt nach vorn. Herstellung und Vermarktung meiner Waren sind jetzt besser. 
Zu meinen ersten Kunden gehörten eine Kooperative, ein Lebensmittelladen sowie Familie und Freunde. Inzwischen verkaufe ich meine Kosmetika auch über soziale Netzwerke.

Während der Corona-Pandemie war die Lage durch den Rückgang des Tourismus in Fès schwierig. Aber schon im ersten Jahr nach dem Lockdown begann sich mein Umsatz zu verbessern. Ich bin ehrgeizig, aber auch vorsichtig. Ich entwickle mein Projekt langsam und suche nach neuen Erfolgsrezepten und praktischen Ideen, um meine Produkte zu vermarkten. Ein Beispiel sind kosmetische Ölbeutel in handlichen Größen. Sie lassen sich leicht in Lebensmittelgeschäften und Hammams, den Badeanstalten, verkaufen.



Ich habe Träume, die ich mir hoffentlich eines Tages erfüllen kann. Ich möchte meine eigene Marke entwickeln und einen eigenen Laden eröffnen.

Dieser Text ist in einfacher Sprache geschrieben. So möchten wir erreichen, dass er für alle Interessierten gut verständlich ist.

Unterstützung für Karimas Neubeginn

Die folgenden Institutionen haben Karima geholfen, sich ein neues Leben in Marokko aufzubauen:
 

Foto: Karima hat ihre Berufung in der Kosmetikherstellung gefunden. 

Stand: 09/2022

Die Kurse der EIMA haben meine berufliche Laufbahn positiv verändert.
Karima

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