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Die Umwelt schützen mit nachhaltigen Taschen

Ein Mann mittleren Alters mit kurzen, schwarzen Haaren und Bart sitzt vor einer Nähmaschine. Er trägt ein graues T-Shirt und eine Jeans und lächelt in die Kamera.
Bismark produziert nachhaltige Tragetaschen.

Die Umwelt schützen mit nachhaltigen Taschen

Ich heiße Bismark. Ich bin 26 Jahre alt und komme aus der Region Oti. Ich habe einen Bachelor in Mathematik und einen Master in Business Administration (MBA). Von April 2018 bis März 2019 nahm ich am „Weltwärts-Programm“ teil. Das ist ein Freiwilligen-Programm mit Deutschland. Ich arbeitete in Deutschland in den Bereichen Bildung und Öffentlichkeitsarbeit.

Rückkehr nach Ghana

Mein Kindheitstraum war, die Welt zu verbessern. Kurz nach meiner Rückkehr 2019 machte ich mich an die Arbeit. Zuerst brachte ich Schüler und Schülerinnen das Programmieren bei; das war an einer Schule in Ghanas Hauptstadt Accra.

Worum geht es beim Programmieren? Man überträgt Ideen, Lösungen und Anweisungen in eine Sprache, die ein Computer verstehen kann. Die Welt ist mittlerweile sehr vernetzt und Computer sind unentbehrlich. Viele, auch Kinder, haben aber keinen Zugang zu Computern. Durch meinen Unterricht möchte ich die Schülerinnen und Schüler auf die Welt der Technologie vorbereiten.

Ein Mann steht vor einer Textilpresse, auf der eine der Taschen liegt, die bedruckt ist.
Bismark und sein Team bedrucken die Taschen gerne nach Wunsch der Kundschaft.

Plastikmüll verringern, um Ghanas Umwelt zu schützen

Ich gebe mein Wissen sehr gerne weiter und bin ein Umweltfreund. Das hat mich dazu gebracht, Tragetaschen herzustellen, die man mehrfach verwenden kann. Die Idee dazu hatte ich während meiner Zeit in Deutschland. Die Taschen sind eine nachhaltige Alternative zum Einweg-Plastik. Taschen lange zu verwenden, verringert unsere Abhängigkeit von Plastik. Der Kampf gegen den Plastikmüll ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz unserer Umwelt.

Die Taschen gibt es in verschiedenen Größen. Man kann sie zum Einkaufen und als Verpackung nehmen. Wir verwenden Materialien von hier, zum Beispiel die Baumwolle aus der nördlichen Region. So sparen wir lange Transportwege und schaffen Arbeit in der Landwirtschaft. Außerdem nähen wir die Taschen beispielsweise aus alten T-Shirts, Jeans oder Mehlsäcken.

Zurzeit stellen wir bis zu 600 Taschen pro Woche her. Viele nähen wir nach Wunsch der Kundschaft. Wir bieten auch viele Taschen mit verschiedenen Designs und Aufdrucken an.

Unterstützung durch das Zentrum

Ich bin dankbar für die Unterstützung des Ghanaisch-Deutschen Zentrums für Jobs, Migration und Reintegration (GGC). Sie haben mich von Beginn an in meiner Idee bestärkt. Ich bekam ein Starter-Paket mit fünf Industrie-Nähmaschinen und ein Motorrad. Mit dem Motorrad können wir die Taschen ausliefern.

Außerdem bot mir das GGC-Team psychologische Unterstützung sowie ein Training zur Geschäftsentwicklung an. Dort habe ich etwas über Buchhaltung und Rechnungsstellung gelernt – beides wichtig für den Erfolg eines Unternehmens. Dort habe ich viele Tipps für die Praxis als Unternehmer mitgenommen.

Pläne für die Zukunft

Wir brauchen mehr Ausrüstung, um unser Geschäft auszubauen. Wir wollen auch Menschen in abgelegenen Orten erreichen. Außerdem möchten wir arbeitslose Jugendliche bei uns beschäftigen. Derzeit habe ich 13 Mitarbeiterinnen und 2 Mitarbeiter.



Die Zukunft ist jetzt! Die Menschen sind umweltbewusst geworden und steigen auf umweltfreundliche Produkte um. Es ist eine gute Zeit, Geld für Innovationen auszugeben. Gerade viele kleine Unternehmen in Ghana, Deutschland und den Niederlanden fördern unsere Tragetaschen schon. Wir sind bereit für neue Märkte.

Stand: 12/2022

 

Dieser Text ist in einfacher Sprache geschrieben. So möchten wir erreichen, dass er für alle Interessierten gut verständlich ist.

Unterstützung für Bismarks Weg

Diese Organisationen haben Bismark unterstützt:

  • Ghanaisch-Deutsches Zentrum für Jobs, Migration und Reintegration (GGC)
     
  • Das „Weltwärts-Programm“. Dieses Programm schickt Freiwillige aus Deutschland in andere Länder, und es schickt Freiwillige aus anderen Ländern nach Deutschland. Im Zielland arbeiten die Freiwilligen im Bereich Entwicklung. Das Ziel: voneinander lernen und einander auf Augenhöge begegnen. Das Programm wurde 2008 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) initiiert. Auch finanziert wird das Programm größtenteils vom BMZ. Über viele Jahre beteiligte sich die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in hohem Maße als Entsendeorganisation an dem Programm.
     
  • Das Programm „Migration and Employment Promotion“ (MEP)
Zurzeit habe ich 13 Mitarbeiterinnen und 2 Mitarbeiter. Wir produzieren bis zu 600 Taschen pro Woche.
Bismark

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