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Metall bearbeiten, Träume verwirklichen

In einer Werkstatt hat ein Mann einen großen Gesichtsschutz auf und schweißt ein Metallteil.
Frederick schweißt, dass die Funken spüren.

Metall bearbeiten, Träume verwirklichen

Mein Name ist Frederick. Ich bin 27 Jahre alt und komme aus Asokore Mampong. Das ist eine Stadt in der Region Ashanti in der Mitte Ghanas. Ich habe an der Kwame Nkrumah University of Science and Technology Ingenieurwissenschaften studiert. Ich wollte mehr Wissen und Fähigkeiten in diesem Beruf erlernen. Deshalb reiste ich im Juni 2017 für ein Praktikum und ein weiterführendes Studium nach Deutschland. Im September 2019 kehrte ich nach Ghana zurück. Dabei unterstützte mich unter anderem die Behörde für Inneres und Sport der Freien und Hansestadt Hamburg.

Die Metallindustrie ist Ghanas Zukunft

Ich wollte schon immer im Bereich Schweißen und Metallverarbeitung arbeiten. Ich glaube, dass Ghanas Weg zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Industrialisierung liegt. Nach meiner Rückkehr nach Ghana gründete ich ein Start-up-Unternehmen. Es heißt „Syntropy Engineering Solutions“ (SES).

Ein junger Mann steht im Eingang einer Werkstatt mit Maschinen und lächelt.
Der Betrieb ist Fredericks ganzer Stolz.

SES produziert Teile für schwere Maschinen, installiert und wartet Maschinen für den Bergbau, das Baugewerbe, die Holzindustrie und die Landwirtschaft. Was machen wir noch? Wir führen Schweißarbeiten durch und stellen Metallteile her. Zudem bilden wir Handwerker und Handwerkerinnen aus. Und wir tun etwas für die Umwelt: Ich habe einen Schachtofen gebaut. In dem schmelzen wir Metallabfälle und recyceln sie so.

Durch psychosoziale Beratung gestärkt

Es war nicht leicht, mich nach der Zeit in Deutschland wieder in die ghanaische Gesellschaft einzugliedern. Ich bin dankbar, dass ich für meinen Neustart Unterstützung durch das Beratungsteam des GGC bekam. Das GGC ist das Ghanaisch-Deutsches Zentrum für Jobs, Migration und Reintegration. Die Internationale Organisation für Migration hatte mir den Kontakt zum Team des GGC in Accra vermittelt. Dort bekam ich psychosoziale Unterstützung

Zwei Männer sitzen sich gegenüber, einer der beiden schaut konzentriert in die Kamera.
Gespräche mit dem Berater vom GGC haben Frederick bei der Rückkehr gestärkt.

Für meinen Neustart als Unternehmer bekam ich von der Migrations- und Beschäftigungsförderung der GIZ Ghana eine professionelle Bohrmaschine. Vorher musste ich meine Materialien zu anderen Werkstätten transportieren, um sie zu bearbeiten. Nun kann ich diese Arbeitsschritte selbst durchführen. Das spart Geld und Zeit und ich kann zugleich die Produktion steigern.

Pläne für Wachstum – wir bilden aus!

Ich habe große Pläne. Ich möchte mein Unternehmen vergrößern und meinen Kundenstamm auf die Nachbarländer ausdehnen. Ich möchte dazu die Freihandelszone Afrikas nutzen. Ich will auf dem Markt für Schweiß- und Fertigungsarbeiten der anerkannte lokale Marktführer werden.

Zurzeit beschäftige ich 7 Mitarbeiter. Darauf bin ich stolz, denn Arbeitslosigkeit ist das größte Problem für junge Menschen in Ghana. Wer jetzt Lust bekommen hat, Mitglied in unserem Team zu werden, ist willkommen. Unser Unternehmen ist auf Wachstum ausgerichtet.

Dieser Text ist in einfacher Sprache geschrieben. So möchten wir erreichen, dass er für alle Interessierten gut verständlich ist.

Arbeitslosigkeit ist das größte Problem für junge Menschen in Ghana. Wir bilden aus!
Frederick

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