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Mode für Mutter und Kind

Eine Frau blickt in die Kamera. Sie hat ein Maßband um den Hals gelegt.
Nogaye in ihrem Atelier

Mode für Mutter und Kind

Ich heiße Nogaye und komme aus Senegal. Ich bin 38 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder. Um Neues kennenzulernen, ging ich 2016 nach Deutschland und blieb dort für etwa 3 Jahre. Doch mir fehlte meine Familie. Außerdem waren meine Arbeitsmöglichkeiten begrenzt. Zurück in Senegal konnte ich mit etwas Unterstützung eine eigene Geschäftsidee verwirklichen.

Nach der Schule studierte ich Management und Mikrofinanzen. Bald fand ich eine Stelle als Sachbearbeiterin für Kredite. Es fehlte mir an nichts, aber es zog mich ins Ausland. Ich wollte beruflich mehr erreichen. In Deutschland belegte ich Sprachkurse und bewarb mich bei einigen Banken. Doch mein Deutsch genügte nicht, um in meinem Beruf zu arbeiten.

Eine Frau blättert durch eine Broschüre.
Nogaye im Beratungszentrum in Dakar

Eine Idee aus Deutschland

Zurück in Senegal empfing mich meine Familie mit offenen Armen. Mir wurde klar, dass ich hierhergehöre. Ich begann, mich auf verschiedene Stellen zu bewerben. Gleichzeitig ging mir eine Idee nicht aus dem Kopf, die ich aus Deutschland mitgebracht hatte: Umstandsmode und Babybekleidung für den senegalesischen Markt. Weil meine Eltern Schneider sind, kenne ich mich in dem Bereich aus. Also wagte ich den Schritt in die Selbstständigkeit.

Dazu ließ ich mich im Deutsch-Senegalesischen Zentrum für Jobs, Migration und Reintegration (CSAEM) beraten. In einem Seminar für Gründerinnen und Gründer lernte ich viel über Unternehmensführung, Buchhaltung, Kundenakquise und Marketing. Außerdem erhielt ich finanzielle Unterstützung. Mit dem Geld konnte ich ein Atelier mieten und es mit Möbeln, Nähmaschinen und Ankleidepuppen ausstatten. Ich stellte ein kleines Team zusammen und arbeitete an meiner Kollektion.

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Leider traf uns die Corona-Pandemie hart. Für Selbstständige sind solche Krisen besonders schwer zu bewältigen. Immerhin können wir flexibel darauf reagieren. Also begann ich, Mund-Nasen-Masken zu produzieren. Ich hoffe, dass das Land und mein Geschäft sich bald wirtschaftlich erholen.

Stand: 03/2021

Die hier beschriebenen Möglichkeiten der Beratung und Unterstützung werden angeboten im Rahmen von „Perspektive Heimat“.

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Meine Familie empfing mich mit offenen Armen. Mir wurde klar, dass ich hierhergehöre.
Nogaye